Familienausflug zur Warsteiner Ostereiersuchfahrt

Alle Eier gefunden!

Von Olaf Nattenberg

Die Sonne schien an diesem Ostermontag – ein schöner Tag. Unsere alljährliche Familienrallye stand auf dem Programm. Diesmal entschieden wir uns für die Ostereiersuchfahrt in Warstein, unsere erste Teilnahme. Wir erwarteten eine entspannte Ausfahrt. Doch im Detail betrachtet waren die Aufgabenstellungen ziemlich ausgewogen, in einigen Teilen sogar anspruchsvoll.

Start

Nach unserem Osterfrühstück zu Hause ging es mit der DSpecial nach Warstein, wo es auf einem EDEKA-Parkplatz ganz locker um 14:00 Uhr los ging. Das Ambiente war gewöhnungsbedürftig und auf die verfrüht stattgefundene Fahrerbesprechung könnte zukünftig verzichtet werden, insbesondere, wenn sie, wie in diesem Fall, nicht vom Fahrtleiter durchgeführt wurde.

Drei Klassen standen zur Auswahl: Oldtimer, Youngtimer und Neuwagen.

Um 14:17 Uhr ging es für uns los und gleich fuhren wir rechts ran, um die Durchführungsbestimmungen und das Roadbook zu studieren. 6 Bilder mussten gefunden und dazu Fragen beantwortet werden. Außerdem waren die ersten beiden Buchstaben von Ortseingangs-, Weilerschildern und die Baumaffen aufzuschreiben. Dann gab es noch drei Kartenaufgaben. Natürlich mussten die berühmten Osternester und sechs Ostereier gefunden und weitere Fragen beantwortet werden.

Wir fuhren in Richtung Soester Börde und Paderborner Land – eine schöne Strecke von 95 km. Die Stimmung im Auto war gut!

Aufgaben

Bei der ersten Kartenaufgabe in Effeln mussten die Teilnehmer das Skatblatt beherrschen, denn in absteigender Reihenfolge waren die Aufgabenteile zu befahren. Wir sind hier im Sauerland, da ist Skat Volkssport, eine Herausforderung nach unserem Geschmack. Integriert war eine DK: Ostereier waren zu suchen und eine der gefürchteten Turnieraufgaben zu absolvieren. Rückwärts an einen Pylon auf genau 75 cm. Gesagt getan, nach hinten heraus sieht man bei der DS gar nichts … 1,5 Meter wurden aufgeschrieben – das war nicht so gut …

Das Osterei wurde schnell gefunden und weiter ging es.

Unterhalb der Wewelsburg mussten wir an einer Gewindestange einen bestimmten Abstand mit zwei Muttern anzeigen. 22,5 cm sollten wir darstellen, 2,5 cm lagen wir falsch – OK.

Nun kamen wir wieder nach Effeln, wo die nächste Kartenaufgabe zu absolviert war. Dort mussten wir Punkt – Strich – Punkt – Strich miteinander verbinden und dabei das Einbahnstraßensystem berücksichtigen. Die bereits befahrene Karte war selbstredend zu berücksichtigen. Nach etwas Überlegung ging das sehr gut. Dann wieder ein Osterei suchen und vorwärts an den Pylon. Gleicher Abstand – gleicher Fehler. Turnieraufgaben mit Citroen DS sind nicht meins.

Die Bilder, die es zu finden galt, waren zum Glück in Reihenfolge notiert, das machte es einfacher. Auch die zugehörigen Fragen waren lösbar.

Die dritte Kartenaufgabe erschien einfach: „Fahre alle nummerierten Aufgabenteile in der richtigen Reihenfolge …“ Allerdings war der Chinese noch nicht zu Ende, als bereits der Punkt 1 erreicht war. War da etwa eine Überlappung zwischen Chinese und Karte? Würde Meister Schlöffel so etwas perfides bei einer entspannten Ostereiersuchfahrt machen? Für uns war die Chance 50:50. Wir entschieden uns für die Überlappung. Also fuhren wir das große Dreieck zweimal und schrieben den Baumaffen „H“ und das Weilerschild „Spitze Warte“ auch zweimal auf. Es stellte sich heraus, dass wir diese „Finte“ richtig interpretiert hatten.

Es folgte eine weitere Abstandsmessung: 20cm vom rechten Außenspiegel, inklusive Eiersuche – war OK.

Im Endeffekt mussten wir 6 Eier und sechs Bilder finden und die zugehörigen Fragen beantworten, was uns gut gelang. Wissen Sie, wann die allgemeine Helmpflicht für Motorräder eingeführt, oder vor wieviel Jahren die Gurtpflicht vorgeschrieben wurde?

GLP oder Sollzeitprüfungen gibt es in Warstein am Ostermontag nicht.

Zielankunft

Schließlich erreichten wir gegen 17:30 Uhr das Ziellokal: Landgasthof Jägerhof in Büren. Das Buffet war schon angerichtet und das verdiente Abendessen konnte beginnen.

Wie gewohnt zeigte Fahrtleiter Marcel Schlöffel per Beamer die Lösungen, auch wenn es, aufgrund der lebhaften Diskussionen, nicht einfach war, ihn zu verstehen. Relativ zügig fand gegen 19:00 Uhr die Siegerehrung statt. In der Klasse der Oldtimer waren alte Bekannte auf dem Podium: Sonnendecker auf 3, Behrensdorf auf 2 und tatsächlich Familie Nattenberg auf 1. Darüber hinaus wurden wir noch Gesamtsieger – was will man bei einem Familienausflug mehr?!

Fazit

Eine sehr schöne und gut organisierte Fahrt ging zu Ende. Ausgewogene Aufgaben mit einem gewissen Anspruch waren zu absolvieren. Bereits gegen 21:00 Uhr waren wir zu Hause. Die Pokale sind im Übrigen sehr gelungen.

Es gibt sicherlich unsererseits eine weitere Teilnahme.

PS. Die Ergebnisliste war einen Tag später im Internet verfügbar, wurde aber aufgrund kurioser und nicht nachvollziehbarer Reihenfolgen dreimal angepasst, so dass die (hoffentlich) finale Ergebnisliste endlich am Mittwochabend bereitgestellt wurde.

Aufgaben

Impressionen