Zum Jahresauftakt 2026 wollte ich eigentlich etwas zur anstehenden Oldtimer-Saison schreiben und an die Jahresendabrechnung 2025 anknüpfen. Also, was habe ich mir für die Saison vorgenommen, welche Veranstaltungen, welche Cups / welche Cups nicht, etc.

Jedoch, aus aktuellem Anlass wird mal wieder über den ADAC geschrieben. Der gelbe Moloch, der einmal ein gelber Engel war. Heute ein selbsternannter Mobilitäts- und Servicedienstleister mit einem Jahresumsatz von mehr als 2,3 Mrd. EUR (e.V. und SE zusammen).

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hatte am 23.12.2025 in der NOZ ein vielbeachtetes Interview gegeben. Hierbei bekannte er sich ausdrücklich zu den EU-Klimaschutzzielen, um die Erderwärmung zu begrenzen. Zudem forderte er eine weitere staatliche Verteuerung der fossilen Kraftstoffe (die immer noch ca. 90% der Autofahrer nutzen), um den Bürger zum Umstieg auf das E-Auto zu motivieren.

Zitat: „Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“

Nach diesen Äußerungen brach in den Sozialen Medien der Shitstorm los – zurecht. So einen expliziten Schlag ins Gesicht der eigenen Mitglieder hat sich selbst der ADAC noch nicht erlaubt, obwohl man da ja einiges gewohnt ist.

Seit dem ADAC Skandal und der schrittweise Neupositionierung – weg vom Auto, hin zu weiteren Dienstleistungen – ist der ADAC eher so eine Art grüner NGO geworden: E-Auto, E-Bikes, Pannenhilfe für Fahrräder, Autoreifenbewertung nach Öko-Kriterien, etc. Auch „deutsch“ will der ADAC nicht mehr so wirklich sein, dafür lieber divers, nachhaltig, öko, etc. – Man kennt diese woken Slogans.

Man erinnert sich vielleicht: 1974 machte der ADAC noch mit „Freie Fahrt für freie Bürger“ Stimmung gegen das erste Tempolimit. Davon ist absolut nichts mehr geblieben. Der damalige Freiheitsbegriff ist heute einer umfassenden Bevormundung (auch) der Autofahrer gewichen; digitale Totalüberwachung, nervige Assistenzsysteme und „freundliche Anreize“ zu klimakonformem Verhalten durch die Obrigkeit inklusive. Gerne auch weniger freundlich durch höhere Preise und Fahrverbote.

Ich zitiere aus dem Fokus vom 02.01.2026: „In Zeiten, in denen die Deutschen durch eine schlechte wirtschaftliche Lage, immer noch hohe Inflation und schrumpfende Spareinlagen jeden Cent zweimal umdrehen müssen, fällt dem einst als „Anwalt der Autofahrer“ bekannt gewordenen Club nichts Besseres ein, als in den Chor der Klima-Lobby und „Verkehrswender“ einzustimmen, denen die Mobilitätskosten der Menschen letztlich egal sind, weil man ja „das Klima retten“ will. Das ist ebenso abgehoben wie politisch wohlfeil. Man kann natürlich solche Prioritäten haben. Dann sollte sich der ADAC aber auch gleich umbenennen, vielleicht in „Allgemeiner Deutscher Emobil- und Lastenrad-Club“.“

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen, außer vielleicht: In diesem Kontext kann man wirklich nicht mehr ernsthaft erwarten, dass sich so eine Organisation noch um klimaschädliche Aktivitäten wie Oldtimerrallyes kümmert. Aber man versteht, warum z.B. den Ortsclubs für den „Motorsport“ neuerdings E-Karts quasi aufgenötigt werden.

Interesse an mehr Details zum ADAC und seinen vielfältigen Aktivitäten?

Gibt es in diesem Dossier zum Nachlesen! (bitte HIER klicken)

Was man aber auch konstatieren muss: der ADAC hat nach wie vor die besten Abschleppleistungen, wenn man einen oder gar mehrere Oldtimer besitzt (Premium-Mitgliedschaft): Wunschwerkstatt bis 100 km, sowie Rücktransport des Fahrzeuges an den Wohnort, wenn nicht innerhalb 1 Tag reparierbar. Damit können alle Wettbewerber nicht mithalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine solche „Versicherung“ im Ernstfall viel Wert ist. Umso bedauerlicher ist es, dass der ADAC politisch so agiert, wie er agiert.

Transparenzhinweis:

Der Autor ist zahlendes ADAC-Mitglied seit 1990.

Teile des Textes wurden mit Unterstützung durch ChatGPT erstellt.